Rückblick Tag 12 (28.06.2017): St. Petersburg – Raudsilla / EST, 357km

Ausschlafen war ne richtig geile Sache, und die 350km zum Zeltplatz in Estland ein Katzensprung… Dass wir viereinhalb Stunden an der russisch-estnischen Grenze stehen hatten wir natürlich nicht eingeplant, rein geht’s also schneller als raus ☹ Immerhin hatten wir ausgiebig Zeit, die Supernasen auf dem Tablet zu schauen- „Mh ja und der Lack, ganz neu!“.

Nach dem Besuch des russischen Dutyfree-Shops (Wässerchen!) und der fixen Abfertigung am estnischen Grenzposten ging’s durch den wunderschönen Norden Estlands Richtung Raudsilla. Nach ein wenig Sucherei waren wir nachmittag um halb 4 am Zeltplatz angekommen, der Veranstalter hatte dort zur zweiten gemeinsamen Party nach den Lofoten geladen. Suuuuper Location in idyllischer Lage, mit Riesen-Tipi, Hotpot, Sauna und und und- ach ja es gab lecker Buffett und Flitzer 😊…

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Rückblick Tag 11 (27.06.2017): Alavoinen – St. Petersburg / RUS, 376km

Käpt’n Blaubär hat uns am nächsten Tag wachgeküsst- äh nein aber er hat unsere Abfahrt überwacht (da gilt der alte Pfadfinderspruch „Hinterlasse jeden Ort so wie du ihn vorgefunden hast“).

Allllzu weit war’s ja jetzt nicht mehr nach St. Petersburg- am frühen Nachmittag waren wir da.Leider war der uns empfohlene Zeltplatz einer Autobahnbrücke gewichen (siehe Foto 7).

Auf der Suche nach der Tagesaufgabe (findet die Kneipe „Dunes on Ligovsky“- gar nicht so einfach in so einer Metropole!!!) schnell in einer Jugendherberge eingecheckt. Der nette Parkplatzwächter dort hat uns sogar ein hübsches Dreier-Ensemble von Ikonen geschenkt 😊

Abends Bierchen trinken in den Dunes und diversen anderen Kneipen, am nächsten Tag ausschlafen…

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Rückblick Tag 10 (26.06.2017): Kandalaksha – Alavoinen / RUS, 889km

In aller Herrgotts Früh aufgestanden, Kühler gespült, eingebaut, weitergefahren. Unser irrsinniger Plan war bis nach St. Petersburg durchzubolzen- sind ja nur 1200km… Die gen Süden zeigende Straße war schnurgerade, links und rechts nur Wald, erst jetzt merkte man wie riiiiiesengroß dieses Russland ist- wir haben es ja nur angekratzt! Da unser Kolonen-Kumpan Rotkäppchen jede Tankstelle mitnehmen musste (die Trabanten-Reichweite beträgt ca. 200km) hatten wir genügend Zeit die hübschen Tankstellen und die noch hübscheren Toilettenhäuschen zu begutachten. Außerdem kamen wir schon nicht in Versuchung, das 90km-Limit zu überschreiten und am Ende ein Bußgeld von 8€ (für bis zu 60km Überschreitung) bezahlen zu müssen… Und ja Maria, es war uns ein FEST mit euch durch die Gegend zu chillen 😊
Der Schlafentzug der letzten Tage und die eintönige Fahrt machten uns am frühen Abend klar, dass wir es nicht bis St. Petersburg schaffen würden… Also haben wir uns am Ladogasee (dem GRÖSSTEN SEE Europas!) nach nem Zeltplatz umgeschaut. Na erfolgloser Suche (der einäugige Mongole konnte sich einfach nicht verständlich machen) haben wir ein Polizeiauto (oder einen Sicherheitsdienst- so klar ersichtlich ist das dort nicht) angehalten und nach Rat gefragt. Der nette Herr hat dann nach eingehender Unterhaltung mittels des buchstabenlosen Wörterbuches einen Kumpel angerufen. Dieser wiederum – ratet mal warum wir ihn Käpt’n Blaubär nennen – hat uns dann für einen kleinen Obolus in seiner direkt am Ladogasee gelegenen Datsche untergebracht- Sauna inklusive!
Die Moskitos haben uns gefressen- der absolute Wahnsinn. Innerhalb von 20 Sekunden waren unbedeckte Körperstellen mit Dutzenden Blutsaugern bedeckt- nur Käpt’n Blaubär waren die Viecher Piepe… Das erste Mal seit 10 Tagen schliefen wir nicht im Zelt – oh wie kuschlig sind russische Betten 😉

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Rückblick Tag 9 (25.06.2017): Ivalo – Kandalaksha / RUS, 545km

Am Grenzübertritt Raja-Jooseppi ging‘s schneller als gedacht- nach dem Ausfüllen diverser Formulare (z.B. über unser Auto) waren wir nach gut einer Stunde hinter dem Schlagbaum (das dachten wir zumindest). Die vorher herrschende Anspannung wegen Einfuhrbestimmungen (Verbot von offenen Lebensmitteln) erwiesen sich als grundlos. Zwar wurde jede Tür bzw. Haube des Autos geöffnet, was unter der ersten Schicht lag wurde aber nicht inspiziert… Nach gut 50km Fahrt kamen wir nochmal an einen Schlagbaum- der wenig freundlich erscheinende Soldat war aber mit einer reinen Ausweiskontrolle zufrieden.

Dann wurde es endlich mal Zeit für einen Defekt am Auto: die Nadel der Temperaturanzeige ging schön in den roten Bereich. Also anhalten, Kühler ausbauen und spülen, wieder einbauen- alles erledigt in 30min. Parallel bereitete Gscheid Bläid zu Mittag Würstchen und Kaffee zu 😊 Auf der Weiterfahrt bewegte sich die Nadel immer an der Grenze zum roten Bereich – ein eher anspannendes Gefühl außerhalb von ADAC-Plus-Land mit heißem Motor rumzufahren.

Bei der Ankunft in Murmansk (was bis 1991 übrigens eine geschlossene Militärzone war) kümmerten sich die Rallyekollegen um die Tagesaufgabe: den ersten atombetriebenen Eisbrecher finden.

Wir hatten es uns zur Aufgabe gemacht, eine Autowerkstatt zu suchen, die uns Sonntagnachmittag bei unseren Temperaturproblemen hilft… Zufälligerweise fanden wir sogar eine Volvo-Werkstatt, die auch noch geöffnet hatte. Der Werkstattleiter und der Mechaniker haben uns hart gefeiert- dank Google Translate konnten sie uns mitteilen, dass sie es sehr mutig finden, mit solch einem alten Auto die weite Strecke nach Russland anzutreten. Leider mussten sie uns auch mitteilen, dass der benötigte Kühler eine Lieferzeit von 4 Wochen hat… Wegen der russischen Improvisationskunst machten wir noch einen Ausflug in einer Hinterhofwerkstatt um einen ähnlich konstruierten Kühler zu suchen- leider erfolglos. Schließlich einigten wir uns darauf, dass wir weiterfahren könnten, abends den Kühler mit Zitronensäure spülen und dann alles gut werden würde. Ach nach Bezahlung gefragt haben die Russen nur gesagt „Ein Dankeschön genügt uns.“- über das deutsche Bier haben sie sich trotzdem gefreut.

Die 300km Weiterfahrt führten uns durch die Halbinsel Kola hinunter nach Kandalakscha. Die Heizung war zwecks Senkung der Motortemperatur konstant auf… Nachdem wir dort angekommen recht erfolglos einen Zeltplatz gesucht hatten sprachen wir in einer äußerst hässlichen Plattenbausiedlung ein paar Russen an, die uns dann zu einem echt geilen Platz am Weißen Meer geführt haben. Es war 12 Uhr nachts, im Regen schnell den Kühler ausgebaut, Zitronensäure rein, schlafen…

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I can’t get no… Spalter Schwede 

Heut wäre ein schlechter Tag für ne Panne, Mick würde nicht warten 🤘

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Rückblick Tag 8 (24.06.2017): Skarsvåg – Ivalo / FIN, 411km

Nach nur 3 Stunde Schlaf ging es um halb 5 Richtung Nordkap. Der gestern erwähnte Zeitslot war suuupergeil! Erstens keine Touristen (außer ca. 40 Bekloppte in bunt beklebten Karren), zweitens kein Eintritt (30€ pro Personen), drittens die (halb-)legale Möglichkeit, ein episches Foto des Rallyeboliden am Nordkap-Globus 71°10′21′ zu machen. Entsprechend gab’s Drohnenfotos und ein Gruppenfoto mit den Nürnberger und Fürther Rallyekollegen 😊. Die Sozialhilfekumpels waren vor uns da und hatten sich am Globus verewigt („Liebe für ALLE“)…

Auf der Weiterfahrt nach Finnland konnten wir noch mal die schroffe Landschaft auf uns wirken lassen, awesome! Auf dem Weg nach Süden wurde die Natur wieder einladender, in Finnland standen die Koniferen wie frisch aus dem Photoshop an pittoresken blauen (fischarmen) Seen.

Am See „Ukonjärvi“ haben wir unser Lager zusammen mit den 3 Monkeys, Road Addiction, Alpujarra, Gscheid Bläid und Rotkäppchen aufgebaut. Nach leckerem norwegischen Seefisch ging’s in die moskitosichere Hängematte- Kraft tanken für den Grenzübertritt nach Россия / Russische Föderation…

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Rückblick Tag 7 (23.06.2017): Skervoy – Skarsvåg / NOR, 438km

Zum Frühstück frisch besorgter norwegischer Plunder😊 entsprechend gestärkt konnten wir die letzten 440 gen Norden gerichteten Kilometer antreten. Je näher wird zum Nordkap kamen umso rauer wurde die Landschaft, Temperatur ging zwischenzeitlich auf unter 3°C runter. Kurz vor der Nordspitze trafen wir das Team „3 Monkeys and a Mulli“- der Mulli hatte ja einen Reisepass für uns dabei… Der Veranstalter hatte für den Folgetag zwischen 1 und 6 Uhr Morgens einen Zeitslot arrangiert, in dem man am Nordkap geduldet mit dem Auto bis zur Globus-Statue fahren kann. Also haben wir unser Nachtlager kurz vor’m Kap aufgeschlagen um in aller Herrgotts Früh vor Ort zu sein…

Auf dem Zeltplatz war ne richtig geile Grillhütte, in der wir die extra dafür mitgebrachten original Spalter Bratwürste gegrillt haben. Bevor wir die kurze Nachtruhe antraten nahmen wir noch ein Bad in der Mitternachtssonne. Die Bruzzelfunsel hatte gegen 24 Uhr ihren Tiefststand 2 Fingerbreit über dem Horizont erreicht, nach kurzer Zeit stieg sie wieder – absoluter mindf**k…

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Rückblick Tag 6 (22.06.2017): Gimsøya – Kågen / NOR, 489km

Nach gefühlt 20 Stunden Schlaf war der Start in den Tag entsprechend fresh und munter (das war nicht bei allen Campern so 😊). Noch 2 Stunden Fahrt durch die Schönheit der Lofoten (inklusive Fotoshooting mit den Volvo-Freunden von Road Addiction), dann ging’s auf dem Festland an den Fjorden entlang Richtung Norden. Um Mittag rum dann die heiß ersehnte Reunion mit dem anderen Spalter Team Gscheid Bläid (die waren am ersten Rallyetag mit Vergaserproblemen für 3 Tage in Kopenhagen gestrandet und nach erfolgter Reparatur 30 Stunden am Stück hochgebolzt). Zwischendrin mussten wir noch für die Tagesaufgabe ein Armdrücken mit nem norwegischen Trucker gewinnen. Da dem Verlierer als Trostpreis eine Flasche Bier winkte hat war die Aufgabe auch ohne Bodybuilding-Fähigkeiten lösbar 😉

Unser Lager haben wir auf der Insel Kågen aufgeschlagen, direkt am Meer. Neben einem einsamen Tümmler waren auch Massen vom Fisch „Pollack“ unterwegs. Innerhalb von ner halben Stunde hingen knapp 10 Stück an der Angel- einer wurde gleich noch als Mitternachtssnack weggeknuspert…

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Rückblick Tag 5 (21.06.2017): Bodø – Gimsøya / NOR, 105km

No sleep till Lofoten- auf der gut 3-stündigen Fährfahrt kamen wir auch nicht wirklich zum Schlafen. Eine arme Seele hat den Wellengang nicht vertragen, und die Toiletten waren Null schalldicht…

Nachdem wir aus dem Bauch der Fähre heraus fuhren verschlug es uns den Atem, uns wurde klar warum die Lofoten zu einem der beeindruckendsten Plätze auf dem Globus gehören. Schnee- und moosbedeckte Berge, weiße Strände und kristallklares blaues Wasser, dazwischen die roten Hütten, beeindruckende Brückenbauten, der absolute Knaller…

Tagsüber haben wir uns mit konstanter Flüssigkeitszufuhr wachgehalten, abends gab’s dann noch ein geiles BBQ zusammen mit den anderen 500 Verrückten. Die Party haben wir dann aber ausgelassen, nach 38 Stunden ohne Schlaf wollten wir am nächsten Tag fit sein 😇…

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Rückblick Tag 4 (20.06.2017): Strömsund – Bodø / NOR, 859km

Die Tagesaufgabe war, mit einer geöffneten Dose Surströmming (fermentierter Fisch) 200km durch die Gegend zu fahren. Nachdem wir nach kurzem Schnuppern bei den anderen Teams fast kotzen mussten haben wir diese Challenge ausgelassen… Die Route führte uns über den Polarkreis- krass wie sich die Landschaft innerhalb weniger Stunden von grasgrün und dicht bewaldet zu schneebedeckt mit Eisschollen auf den Seen wandelte. Nebenbei konnten wir die Aufgabe lösen, eine norwegische Flagge auf einem Gletscher zu hissen (OK war ein Schneehaufen, aber der Wille war da). Kurz vor unserem Ziel, dem Fährhafen Bodø, kamen wir aufgrund von Tunnelbauarbeiten in eine Vollsperrung- also konnten wir wie bei Superstau unser Abendessen mitten auf der Straße zubereiten. Entsprechend verspätet kamen wir um 1 Uhr morgens am Fährhafen an, nur 2 Stunden Zeit bis zur Abfahrt der Fähre (die wir übrigens NICHT vorher gebucht hatten)- no sleep till Lofoten…

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